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Morning Input: „20 years from now“ mit Nik Haffner

Samstag, 3.3. | 9:30 – 10:00 Uhr I Studio 14

für BA- und MA-Studierende sowie AK|T-Mitglieder, internationale Gäste und Workshop-Lehrende

Dieser Morning Input wirft einen Blick in die Zukunft. Was wirst Du in zwanzig Jahren tun? Nik Haffner gibt einen Einblick in die Karrieren der Kommiliton*innen, mit denen er vor (über) zwanzig Jahren studierte. Was tun sie heute und wie sind sie dort hingekommen?

Nik Haffner ist künstlerischer Direktor des HZT Berlin. Als Tänzer und Choreograf realisiert er u.a. Projekte in Zusammenarbeit mit Christina Ciupke und Mart Kangro. Nik Haffner kam 1994 als Tänzer zu William Forsythe und dem Ballett Frankfurt und entwickelte hier die „Improvisation Technologies“. Er arbeitete mit Jonathan Burrows und Matteo Fargion an ‚Seven Duets’ für die Plattform MotionBank.org. Nik Haffner ist Mitglied des Beirats für den Tanzkongress Deutschland und 1. Sprecher der AK/T Ausbildungskonferenz Tanz Deutschland.

 

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Kristie Simson: AIRE | Camille Chapon: Impro Jam

Mittwoch, 28.2 I 19:00 Uhr I Uferstudios, Studio 14

Kristie Simson: AIRE – Solo for my mother I studio presentation | Dauer: 30 Minuten

Dieses Solo ist meiner Mutter gewidmet. Sie ist vor fünf Jahren gestorben.
Als sie starb, entschwebte ihr Geist, um mit den Vögeln zu ziehen.
Durch dieses Solo wünsche ich allen Frauen, frei fliegen zu können.

Musik: Antony and the Johnsons
Dauer: 30 Minuten

im Anschluss:
Camille Chapon: Impro Jam, Studio 14, Uferstudios

Herzlich Willkommen bei dieser „Improvisierten Begegnung“ zwischen Teilnehmenden der Biennale und Studierenden des Jazz-Instituts Berlin. Wir öffnen unseren Instrumenten, Körpern und Klangobjekten einen Raum, in dem sie vibrieren und mit- oder gegeneinander spielen können. Können wir uns diese Impro-Jam als Vorbereitung auf die Revolution vorstellen? „Come as you are and join the dance floor.“

Camille Chapon aka Jofe D’mahl studierte an der Kunsthochschule Grenoble und schloss 2017 am HZT Berlin seinen Bachelor in „Tanz, Kontext, Choreographie“ ab. Er sammelt leidenschaftlich choreographische Objekte, Gesten und Ereignisse und hat kofferweise Ideen und Strategien für Performances, Tänze, Ausstellungen, Workshops, Improvisationen und Choreographien im Gepäck.

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One Hundred Twists & Turns | Programm Abend 2 | HAU1

Folkwang Universität der Künste, Essen
Extracts from Frame[d] | Choreographie: Sidi Larbi Cherkaoui & Damien Jalet

Invisible Center of Contemporary Dance, Teheran
Extramission Theory | Choreographie: Aria Delphani & Sahar Mactabi

Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München
AGAIN(ST) | Choreographie: David Russo

University of the Arts School of Dance, Philadelphia
Sis Minor: The Preliminary Studies | Choreographie: Niall Jones

– PAUSE –

Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim / Akademie des Tanzes
Die Therapie | Choreographie: Valbona Bushkola
Protest | Choreographie & Tanz: Alexandra Dreyer
Salamander | Choreographie: Kaito Takahashi
Les Bourgeois | Choreographie: Ben van Cauwenbergh

École des Sables, Toubab Dialaw
Modern Jail | Choreographie: Serge Arthur DODO

Zentrum für Zeitgenössischen Tanz, HfMT Köln
MOMENTUM xsamples | Choreographie: Rafaële Giovanola/CocoonDance

Durch den Abend führen Celine und Renana.

FACEBOOK EVENT

Karten:
HAU1: 20,00 oder 15,00 Euro / ermäßigt 10,00 Euro / mit Tanzcard: 10,00 Euro
Onlineverkauf: jew. +10% VVK-Gebühr > TICKETS

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Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin (HZT)

12:001. Teil der Präsentation mehr
13:30Lunch
14:00Einführung
Untertitel,
Hochschule
18:00Treffen
Raum 112
Gruppe A
19:00Ausklang

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Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin (HZT)

13:00Anreise
13:30Lunch
14:00Einführung
Untertitel,
Hochschule
18:00Treffen
Raum 112
Gruppe A
19:00Ausklang

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Foto: Marion Borriss
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Konferenz – Matters of Engagement

Für Biennale Teilnehmer*innen und Gäste

Freitag, 2. März, 11:00-21:00 Uhr, Uferstudios, Studio 14

Acting & pre-enacting as artistic practice I A conference excursion I In englischer Sprache I Anmeldung erforderlich

Mit Ballhaus Naunynstrasse (tbc.), Choreographie & Widerstand, *foundationClass, HAUPTAKTION, Kotti & Co, Oliver Marchart, Neue Nachbarschaft Moabit, Mobile Dance, Savvy Contemporary, The Peng! Collective, Theater Thikwa, Dana Yahalomi / Public Movement, and Zentrum für Politische Schönheit.

Mit den gravierenden politischen und sozialen Umbrüchen der letzten Jahre in vielen Teilen der Welt hat sich auch die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Politik wieder neu und dringlich gestellt. Engagierte Kunst und art activism haben zentrale Rollen im internationalen Kunstbetrieb eingenommen, werden in Theatern und auf Biennalen präsentiert und diskutiert. Doch einflussreicher noch als spektakuläre Aktionen ist das wachsende Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung unter Künstler*innen und in künstlerischen Institutionen.

Die eintägige, performative Konferenz „Matters of Engagement“ im Rahmen der Biennale Tanzausbildung 2018 wirft deshalb weniger einen weiteren Blick auf spezifische politisch-künstlerische Arbeiten als darauf, wie sich Haltungen und Handlungen zur Zeit entwickeln. Wie Vergangenheit fortwirkt, wenn beispielsweise postkoloniale Kritik nicht nur westliche Kunst hinterfragt, sondern auch unsere Alltagskultur, wie gegenwärtig mit künstlerischen Strategien gesellschaftliche Handlungsräume geschaffen werden; und wie Kunst als Versuchsanordnung einen Bogen in die Zukunft schlagen kann. Dabei werden drei Formen des Handelns betrachtet: Das wiederholende Handeln (re-enacting), das Handeln in der Gegenwart (acting) und das vorwegnehmende, antizipierende Handeln (pre-enacting).

„Matters of Engagement“ setzt das Publikum selbst in Bewegung und unterscheidet nicht zwischen theoretischem und künstlerischem, zwischen verbalem und körperlichem Diskurs. In einer Performance als Eröffnungsvortrag zeigen die jungen Theatermacher HAUPTAKTION im re-enactment von europäischen wie afrikanischen Tänzen wie Choreographie und Alltagstanz kolonial geprägt und kontaminiert sind – und wie dieses Wissen auch Neues ermöglicht. Im Anschluss wird die Konferenz zur Exkursion: Der Besuch zehn konkreter von Künstler*innen (mit)initiierter Gruppen, Organisationen, Orte ist zugleich lückenhaftes Mapping künstlerisch-gesellschaftlichen Engagements als auch mögliche Anregung zu eigenem Handeln und Aktion: Das Spektrum reicht von der „Neuen Nachbarschaft Moabit“ (initiiert von Marina Naprushkina) und der *foundationClass an der Kunstakademie Weißensee über die Kunstaktivisten Tools for Action und Zentrum für politische Schönheit bis hin zu diskursiven Kunstorten wie Savvy Contemporary oder verschiedenen Gruppen im Kampf gegen die Gentrifizierung rund um das Kottbusser Tor.

Im Anschluss formuliert nach einer kurzen kollektiven Aktion mit der Choreographin Dana Yahalomi/Public Movement – der Politologe Oliver Marchart seine Überlegungen zum Konzept des pre-enactments als künstlerischer Antizipation eines politischen Ereignisses. Oder vielleicht sogar als Möglichkeit in Tanz und Theater gesellschaftliche Alltagsutopien aktiv zu entwickeln. Stoff für Gespräche bei Tisch, wenn die Konferenz in unterschiedlichen Konstellationen ausklingt.

Kuratiert von: Florian Malzacher | Kuratorische Mitarbeit: Britta Wirthmüller

Gastgeber*innen/Guides: Juan Felipe Amaya Gonzalez, Katerina Delakoura, Margarida Sofia Delmiro Alfeirão, Lydia Dresser, Enrique García Gil, Mijung Kwon, Kiana Rezvani, Zhenya Salinski, Sunayana Shetty, Shade Theret, Garazi Valmaseda

 

Eine Anmeldung ist für die Teilnahme erforderlich. Bitte füllen Sie dazu das unten stehende Anmeldeformular aus. 

#MattersOfEngagement

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Foto: Marion Borriss
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Campus

Studierende und Lehrende der staatlichen Ausbildungsinstitutionen für Tanz treffen sich zum Austausch in Workshops, Trainings, künstlerischen Präsentationen, Vorträgen und Gesprächsformaten.

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Foto: Marion Borriss
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Konferenz

Die performative Konferenz „Matters of Engagement“ stellt Projekte, Aktionen und Positionen engagierter Kunst und art activism vor und fragt nach dem Verhältnis von Kunst und Politik.

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Foto: Ursula Kaufmann
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Aufführungen

Mehr als 100 Studierende aus acht deutschen und fünf internationalen Tanzausbildungsinstitutionen präsentieren Choreographien vom klassischen Ballett bis zum zeitgenössischen Tanz im HAU Hebbel am Ufer.

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Britta Wirthmüller, Sophie Brunner, Nik Haffner | Foto: Ana Halina
Britta Wirthmüller, Sophie Brunner, Nik Haffner | Foto: Ana Halina
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Grußwort Künstlerisches Leitungsteam | HZT Berlin

Im Frühjahr 1918 befand sich Europa noch im Ersten Weltkrieg. In dieser zerrütteten Zeit, in der auch gesellschaftlich vieles in Bewegung geriet, findet die junge Berliner Tänzerin Valeska Gert mit ihrer unkonventionellen, radikalen Tanzkunst ersten Zuspruch und erinnert sich: „Ich bekam das Angebot, die beiden Tänze zweimal am Tag im Kino am Nollendorfplatz zu machen. (…) Das Publikum schrie, klatschte und pfiff, so daß wir kaum die Musik hören konnten. Es war der erste Durchbruch vom ästhetischen Tanz einer bürgerlichen Kultur zum Dynamischen einer neuen härteren Zeit.“

2018 – hundert Jahre später – trifft die Biennale Tanzausbildung mit dem Thema „Dancing in the Street. Was bewegt Tanz?“ wiederum auf eine bewegte Zeit, in der die Welt an vielen Stellen aus dem Lot zu kippen droht. Umso wichtiger ist es, unsere Körper und Köpfe in Bewegung zu setzen, um gemeinsam etwas bewegen zu können. Für die 6. Biennale Tanzausbildung begrüßen wir über 150 nationale und internationale Studierende und Lehrende aus unterschiedlichsten kulturellen und künstlerischen Kontexten. Die Biennale ist Austauschplattform für die zukünftige Generation von Tanzschaffenden, die sich hier kennenlernen und später im Berufsfeld wiederbegegnen und weiter zusammenarbeiten werden.

Wenn wir am 26. Februar mit dem ersten Aufführungsabend im HAU Hebbel am Ufer die Biennale eröffnen, dann ist dies auf den Tag genau auch das 10-jährige Jubiläum der Biennale. 2008 im Rahmen von Tanzplan Deutschland, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes, erstmals ausgerichtet, fand sie auch damals im HAU statt. Dass wir 2018 für die Biennale-Aufführungen in dieses Theater zurückkehren können – dafür ein besonderer Dank an das gesamte Team des HAU. Für die Vorbereitung und Umsetzung dieser Biennale danken wir zudem den beiden Trägerhochschulen des HZT – der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« – sowie dem Netzwerk TanzRaumBerlin. Gedankt sei auch allen teilnehmenden Ausbildungsprogrammen, Partnern und Gastkünstler*innen, denn erst durch ihre Teilnahme wird die Biennale Realität. Nicht zuletzt und ganz besonders danken wir dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, durch dessen finanzielle Unterstützung ein so umfangreiches Projekt erst möglich wird.

Es freut mich zudem, die Künstlerische Leitung der Biennale Tanzausbildung 2018 und somit auch dieses Grußwort mit Sophie Brunner und Britta Wirthmüller zu teilen. Dass es ein Künstlerisches Leitungsteam für die 6. Biennale Tanzausbildung gibt, spiegelt wider, wie auch im Tanz Teamgeist immer stärker das Einzelkämpfertum ablöst. Kollaborative Arbeitsweisen, soziale und kommunikative Kompetenzen sind mittlerweile wichtige Inhalte nicht nur in Tanzstudiengängen, sondern allgemein in der künstlerischen Ausbildung. Umso mehr bin ich gespannt, welche Impulse für den Tanz und für die Gesellschaft von der hier vertretenen nächsten Generation von Künstler*innen ausgehen werden

– Nik Haffner, Künstlerischer Direktor HZT Berlin

 

All we need is music, sweet music/ There’ll be music everywhere/ There’ll be swinging swaying records playing/ Dancing in the street der Biennale-Titel „Dancing in the Street“ bezieht sich auf das gleichnamige Lied der Gruppe „Martha and the Vandellas“, das während der Bürgerrechtsbewegung in den USA als Protestsong berühmt wurde. Es ist ein Beispiel dafür, wie eng der Kampf um Freiheit und der Tanz miteinander verbunden sind. Ich persönlich verstehe den Titel „Dancing in the Street“ als Aufforderung, die Tore der Biennale 2018 weit aufzustoßen und in die Stadt hineinzulaufen. Das Studium und die Hochschule bieten ein sicheres Umfeld, in dem wir ausprobieren können, uns wohlfühlen und künstlerisch entfalten. Wir sollten jedoch nicht vergessen, hin und wieder auch über die Dächer zu schauen, Anlauf zu nehmen und – wer nicht wagt, der nicht gewinnt – dann zu springen. Die Biennale will Mut machen, sich umzuschauen, herauszufinden, wo und wie außerhalb der Hochschulen sonst noch Tanz und Bewegung stattfinden.

2018 kooperiert die Biennale Tanzausbildung zum ersten Mal mit dem Bundeswettbewerb „Tanztreffen der Jugend“. Als „Biennale NEXT GENERATION“ sind zehn ehemalige Teilnehmer*innen des Tanztreffens in die 6. Biennale eingebunden. Diese Kooperation und die performative Konferenz „Matters of Engagement“ werden Orte und Menschen zusammenführen, die sonst nicht so einfach aufeinandertreffen.

Ich wünsche mir, dass wir während der Biennale genug Raum für einen anregenden Austausch schaffen. Dafür, ernsthaft aufeinander zu schauen, mitzufühlen und Möglichkeiten zu diskutieren, wie man miteinander recherchieren und gemeinsam reflektieren kann. Diese Begegnungen werden hoffentlich anregend sein, auch wenn, und gerade weil sie manchmal Reibung erzeugen. Ich hoffe, dass wir alle Erfahrungen machen werden, die uns auch nach der Biennale noch begleiten und uns Stoff zum Nachdenken geben. Der gemeinsame, furchtlose Tanz auf der Straße – ich freue mich darauf.

– Sophie Brunner, Absolventin HZT Berlin

 

Was bewegt Tanz? Diese Frage im Titel der 6. Biennale Tanzausbildung lädt ein, darüber nachzudenken, in welchem Verhältnis Tanz als Kunstform und als soziale Praxis zu gesellschaftlich-politischen Umständen und Entwicklungen steht. Was kann Tanz gesellschaftlich in Bewegung setzen? Aber auch: Inwiefern handeln Tänzer*innen und Choreograph*innen politisch durch ihre Kunst oder in künstlerischen Prozessen? Wo beginnt das Politische und wie weit reicht es? Wo zeigt es sich am eigenen Körper und wo manifestiert es sich als Herausforderung im gesellschaftlichen Zusammenleben oder gar als gewaltsamer Konflikt?

Insbesondere verstehe ich diese Biennale aber als eine Einladung an alle Teilnehmer*innen, sich zu fragen: Was ist die politische Dimension meines eigenen Handelns? Eine Frage, die auf den ersten Blick groß und abstrakt erscheint, die sich jedoch potenziell in jeder Audition, jeder Probe und jeder Kaffeepause wiederfinden ließe. Wir müssen das Politische im eigenen Handeln nicht erfinden; es reicht, unser Bewusstsein dafür zu schärfen. Denn wenn die Fragen, die wir uns selbst und anderen stellen unbequem werden, dann sind wir häufig bereits mitten drin im Politischen.

Ich hoffe daher, dass die Biennale uns allen solche Erfahrungen bietet, sei es im Training, im Workshop, im Theater, während der Konferenz oder im Gespräch beim Mittagessen. Und ich möchte alle ermutigen, die eigenen Fragen und das persönliche Erleben ernst zu nehmen und ins Spiel zu bringen – als Beweggründe, an denen sich das Politische im Tanz entzündet.

– Britta Wirthmüller, Künstlerische Mitarbeiterin HZT Berlin

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