Konferenz – Matters of Engagement

Foto: Marion Borriss
Vonwerbit

Konferenz – Matters of Engagement

Für Biennale Teilnehmer*innen und Gäste

Freitag, 2. März, 11:00-21:00 Uhr, Uferstudios, Studio 14

Acting & pre-enacting as artistic practice I A conference excursion I In englischer Sprache I Anmeldung erforderlich

Mit Ballhaus Naunynstrasse (tbc.), Choreographie & Widerstand, *foundationClass, HAUPTAKTION, Kotti & Co, Oliver Marchart, Neue Nachbarschaft Moabit, Mobile Dance, Savvy Contemporary, The Peng! Collective, Theater Thikwa, Dana Yahalomi / Public Movement, and Zentrum für Politische Schönheit.

Mit den gravierenden politischen und sozialen Umbrüchen der letzten Jahre in vielen Teilen der Welt hat sich auch die Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Politik wieder neu und dringlich gestellt. Engagierte Kunst und art activism haben zentrale Rollen im internationalen Kunstbetrieb eingenommen, werden in Theatern und auf Biennalen präsentiert und diskutiert. Doch einflussreicher noch als spektakuläre Aktionen ist das wachsende Bewusstsein für gesellschaftliche Verantwortung unter Künstler*innen und in künstlerischen Institutionen.

Die eintägige, performative Konferenz „Matters of Engagement“ im Rahmen der Biennale Tanzausbildung 2018 wirft deshalb weniger einen weiteren Blick auf spezifische politisch-künstlerische Arbeiten als darauf, wie sich Haltungen und Handlungen zur Zeit entwickeln. Wie Vergangenheit fortwirkt, wenn beispielsweise postkoloniale Kritik nicht nur westliche Kunst hinterfragt, sondern auch unsere Alltagskultur, wie gegenwärtig mit künstlerischen Strategien gesellschaftliche Handlungsräume geschaffen werden; und wie Kunst als Versuchsanordnung einen Bogen in die Zukunft schlagen kann. Dabei werden drei Formen des Handelns betrachtet: Das wiederholende Handeln (re-enacting), das Handeln in der Gegenwart (acting) und das vorwegnehmende, antizipierende Handeln (pre-enacting).

„Matters of Engagement“ setzt das Publikum selbst in Bewegung und unterscheidet nicht zwischen theoretischem und künstlerischem, zwischen verbalem und körperlichem Diskurs. In einer Performance als Eröffnungsvortrag zeigen die jungen Theatermacher HAUPTAKTION im re-enactment von europäischen wie afrikanischen Tänzen wie Choreographie und Alltagstanz kolonial geprägt und kontaminiert sind – und wie dieses Wissen auch Neues ermöglicht. Im Anschluss wird die Konferenz zur Exkursion: Der Besuch zehn konkreter von Künstler*innen (mit)initiierter Gruppen, Organisationen, Orte ist zugleich lückenhaftes Mapping künstlerisch-gesellschaftlichen Engagements als auch mögliche Anregung zu eigenem Handeln und Aktion: Das Spektrum reicht von der „Neuen Nachbarschaft Moabit“ (initiiert von Marina Naprushkina) und der *foundationClass an der Kunstakademie Weißensee über die Kunstaktivisten Tools for Action und Zentrum für politische Schönheit bis hin zu diskursiven Kunstorten wie Savvy Contemporary oder verschiedenen Gruppen im Kampf gegen die Gentrifizierung rund um das Kottbusser Tor.

Im Anschluss formuliert nach einer kurzen kollektiven Aktion mit der Choreographin Dana Yahalomi/Public Movement – der Politologe Oliver Marchart seine Überlegungen zum Konzept des pre-enactments als künstlerischer Antizipation eines politischen Ereignisses. Oder vielleicht sogar als Möglichkeit in Tanz und Theater gesellschaftliche Alltagsutopien aktiv zu entwickeln. Stoff für Gespräche bei Tisch, wenn die Konferenz in unterschiedlichen Konstellationen ausklingt.

Kuratiert von: Florian Malzacher | Kuratorische Mitarbeit: Britta Wirthmüller

Gastgeber*innen/Guides: Juan Felipe Amaya Gonzalez, Katerina Delakoura, Margarida Sofia Delmiro Alfeirão, Lydia Dresser, Enrique García Gil, Mijung Kwon, Kiana Rezvani, Zhenya Salinski, Sunayana Shetty, Shade Theret, Garazi Valmaseda

 

Eine Anmeldung ist für die Teilnahme erforderlich. Bitte füllen Sie dazu das unten stehende Anmeldeformular aus. 

#MattersOfEngagement

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