Teilnehmende A-G

Foto: privat

Mohammad Abbasi

Mohammad Abbasi ist ein Schauspieler, Choreograph, Filmemacher und Festivalleiter aus dem Iran. Er studierte Theater an der Universität Teheran und wirkte in mehreren Produktionen der Mehr Theater Group mit. Sein erstes Tanzstück „Recall your Birthday“ feierte 2003 Premiere. 2008 verließ er den Iran, um am Centre National de Danse Contemporaine in Angers zu studieren. 2010 gründete er mit dem Invisible Centre of Contemporary Dance in Teheran die erste Plattform für zeitgenössischen Tanz im Iran, einem Land, das den Tanz bis heute nicht offiziell als Kunstform anerkennt. Im Jahr 2011 rief er das Tanzfestival UNTIMELY ins Leben. In den bisher sieben Festivaleditionen präsentierte er Arbeiten von mehreren Dutzend jungen iranischen Tanzschaffenden und zeigte Tanzproduktionen aus Brüssel, Berlin, Amsterdam und Zürich. Fünf der im Rahmen des Festivals UNTIMELY gezeigten iranischen Arbeiten waren 2017 bei den Tanztagen Berlin zu sehen.

Foto: Ida Zenna

Jason Beechey

Jason Beechey ist seit 2006 Rektor der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Ausgebildet an der Canada’s National Ballet School, der Vaganova Ballet Academy St. Petersburg und der School of American Ballet in New York tanzte er am London City Ballet als Solist. Bevor er fünfzehn Jahre bei Charleroi/Danses in Belgien arbeitete. Hier war er pädagogischer Direktor des National Choreographic Centre of the French Community of Belgium und leitete sein Studio „The Loft“. Er war Initiator und Koordinator des D.A.N.C.E.-Programmes, das er gemeinsam mit William Forsythe, Frédéric Flamand, Wayne McGregor und Angelin Preljocaj entwickelte. Seit 2009 ist Jason Beechey Mitglied des künstlerischen Komitees des Prix de Lausanne und Jurymitglied beim Youth America Grand Prix.

© Bertha Bermudez

Bertha Bermúdez

Bertha Bermúdez war als Tänzerin in einigen der wichtigsten europäischen Tanzkompanien und für bedeutende Choreographen tätig, darunter das Ballett Frankfurt, die Compañia Nacional de Danza in Spanien, die Emio Greco | PC Dance Company, Rui Horta und Paul Selwyn Norton. Seit 2005 konzentriert sich Bertha Bermúdez verstärkt auf die wissenschaftliche Erforschung von Tanzdokumentation und -notation. In diesem Rahmen war sie Co-Direktorin und Koordinatorin der interdisziplinären Forschungsprojekte „(Capturing Intention)“, „Inside Movement Knowledge“ und „Pre-choreographic elements“. Im Jahr 2014 begann sie ihre Promotion an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Amsterdam. Ihre künstlerische Laufbahn verfolgt Bermúdez seit 2009 in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen, mit denen sie Dokumentar- und Tanzfilme, interaktive Installationen und andere Publikationen erarbeitet.

Foto: Matthias Creutziger

Marc Boermans

Marc Boermans ist Professor für Klassischen Tanz an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Ausgebildet an der Koninklijke Balletschool van Antwerpen, arbeitete er zunächst als Tänzer u. a. am Koninklijk Ballet van Vlaanderen. Er war Ballettmeister am Ballett der Semperoper Dresden und unterrichtet weltweit.

Foto: Andreas Tobias

Peter Boragno

Peter Boragno ist Dipl.-Kfm. und seit 1995 im Kulturmanagement tätig. Zu seinen Auftraggebern gehören u.a. das Haus der Kulturen der Welt, Berlin, die Kulturstiftung des Bundes, das Bundesministerium für Kultur und Medien sowie das Goehte-Instititut. Seit 2010 begleitet er die Ausbildungskonferenz Tanz und leitet das Büro Biennale Tanzausbildung.

Foto: Christian Clarke

Stephan Brinkmann

Stephan Brinkmann ist Professor für Zeitgenössischen Tanz an der Folkwang Universität der Künste Essen. Er ist Tänzer, Choreograf, Tanzpädagoge und Tanzwissenschaftler. Er studierte Tanz und Tanzpädagogik an der Folkwang Universität sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Soziologie an der Universität Köln. Er war Tänzer im Folkwang-Tanzstudio und beim Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, entwickelte eigene Choreografien und lehrte international Zeitgenössischen Tanz. Er promovierte 2013 in Bewegungswissenschaft an der Universität Hamburg über „Bewegung erinnern. Gedächtnisformen im Tanz“ .

Foto: Francette Levieux

Jan Broeckx

Prof. Jan Broeckx ist Leiter der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München. Er stammt aus Antwerpen, wo er seine tänzerische Ausbildung am Stedelijk Instituut voor Ballet Antwerp absolvierte. Als 17-Jähriger gewann er 1978 den Prix de Lausanne. Engagements führten ihn als ersten Solisten von 1978-1981 ans Ballett von Flandern, an die Deutsche Oper Berlin und ans Bayerische Staatsballett München. Jan Broeckx ist Leiter der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München. Zuvor war er “Danseur etoile” am Ballet National de Marseille. Als Choreograph und Tänzer arbeitete er u.a mit Rudolf Nurejew, George Balanchine, John Cranko, Jiri Kylian und Zizi Jeanmaire.

Sophie Brunner, Foto: Ruth Walz
Foto: Ruth Walz

Sophie Brunner

Sophie Camille Brunner lebt und arbeitet als freischaffende Tänzerin und Choreographin in Berlin und Basel. 2016 schloss sie ihr BA-Studium Tanz, Kontext, Choreographie am HZT Berlin ab. Seit einigen Jahren arbeitet sie mit TanzZeit Berlin und Christina Wüstenhagen als Dup Duo AdHoc zusammen und realisiert Tanz- und Kulturprojekte in Kooperation mit Schulen, Theatern und Museen. Unter der künstlerischen Leitung von Jo Parkes (Mobile Dance) arbeitet Sophie als Tänzerin und choreographische Assistentin in Community-Dance Projekten. In eigenen choreographischen und performativen Projekten versucht sie die ästhetische Grenze zwischen Tanz und Film aufzubrechen. Dabei nutzt Sophie die Dokumentation und das Archivieren von persönlichen Geschichten in Körpern und im bewegten Bild als Möglichkeit des künstlerischen Ausdrucks.

Foto: CCDC

Cairo Contemporary Dance Center (CCDC)

Das im Herzen der ägyptischen Hauptstadt gelegene Cairo Contemporary Dance Center (CCDC) ist ein freier Ort für zeitgenössischen Tanz. In seinen Räumlichkeiten befindet sich unter anderem eine bisher in Afrika und der arabischen Welt einzigartige Vollzeitakademie für zeitgenössischen Tanz. Neben der dreijährigen Berufsausbildung bietet das CCDC Raum für Residenzen von Künstlerinnen und Künstlern, Open Classes und Workshops in verschiedenen Tanz- und Bewegungsdisziplinen. Ferner tritt das CCDC auf regionaler und internationaler Ebene als Organisator und Akteur öffentlicher Performances und Festivals auf. Das CCDC wurde 2012 von der ägyptischen Choreographin, Tänzerin und Dozentin Karima Mansour gegründet. Sowohl das (unter der Schirmherrschaft von Mansours Initiative MAAT for Contemporary Art stehende) Cairo Contemporary Dance Center als auch die Gründerin selbst sind offizielle Mitglieder des Internationalen UNESCO-Tanz-Rats CID.  > MORE

Foto: Cecile Itzhaki

Celine and Renana

Celine and Renana sind als professionelle Eventveranstalter vornehmlich in den Bereichen der Fernseh- und er Kunstproduktion tätig. Sie haben viele verschiedene Veranstaltungen in insgesamt 17 Ländern organisiert, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, China und Monaco, wo sie geräucherten Fisch verköstigten. Bekannt wurden sie für ihren einzigartigen Ansatz, Veranstaltungsorganisation mit einem engen und familiären Kontakt zu ihren Gästen zu verbinden. Sie sind begeisterte Kunstliebhaber und verstehen ihre Gastgebertätigkeit unter anderem als Chance, jungen Talenten zu begegnen.
In unterschiedlichen Teilen der Welt aufgewachsen, wussten Celine und Renana beide von Anfang an, dass sie ein Leben in Ruhm und Ehre verbringen würden. Im Alter von 15 Jahren entdeckte Renana eine Musikkassette in seinem Elternhaus, zu der er dann tagelang allein in seinem Zimmer tanzte. Celine, die in einer Kleinstadt und nicht etwa auf dem Dorf aufwuchs, stieß mit ihrem Kleidungsstil stets auf Unverständnis und sammelte heimlich Modezeitschriften. Beide wussten, dass sie irgendwann aus diesen Dreckslöchern ausbrechen und fortan ein Künstlerleben führen sollten.
2018 sind sie äußerst beglückt, Gastgeber der Biennale Tanzausbildung zu sein.

Foto: Camille Chapon

Camille Chapon

Camille Chapon, auch bekannt als Jofe D’mahl, ist ein 26 Jahre alter Künstler, der in Berlin lebt. 2014 schloss er mit einem Master sein Studium an der Kunstschule von Grenoble (ESAD-GV) ab. 2017 absolvierte er den Bachelor „Tanz, Kontext, Choreografie“ am HZT Berlin. Als passionierter Sammler von choreographischen Objekten, Gesten und Events verfügt er über einen Koffer voll potentieller Aktivitäten für Performances, Tänze, Ausstellungen, Klassen, Improvisationen und Choreographien. Er arbeitet mit den Tänzerinnen und Choreografinnen Emma Tricard, Lina Gomez und Julek Kreutzer zusammen. Er unterrichtet Tanz und Improvisation in Workshops für Kinder und Erwachsene.

Foto: Ana Halina RIngleb

Alice Chauchat

Alice Chauchat studierte am Conservatoire national supérieur de musique et de danse in Lyon und am P.A.R.T.S. in Brüssel. Sie gründete zusammen mit Thomas Plischke, Martin Nachbar und Hendrik Laevens das Kollektiv B.D.C. (1999-01). Es folgten Solo- und Kooperationsprojekte, u.a. mit Anne Juren, Alix Eynaudi oder Frédéric Gies sowie künstlerische Assistenzen, Tanzprojekte (z. B. für Alix Eynaudi, Jennifer Lacey, Mårten Spångberg, Juan Dominguez, Xavier Le Roy), Schreibphasen, Lehr- und Mentorenaufträge. Von 2010 bis 2012 war sie Ko-Leiterin von „Les Laboratoires d’Aubervilliers“. Von 2013 bis 2017 leitete sie mit Jennifer Lacey das Forschungsprojekt „Teachback“ beim ImPulsTanz Wien. Weitere choreographische Projekte für die Wissensproduktion und den Austausch in den darstellenden Künsten sind die Open-Source-Internet-Plattform everybodystoolbox.net, das Kollektiv Praticable und nobody’s business. Alice Chauchat ist von 2017-2019 Gastprofessorin am HZT Berlin und im Wintersemester 2017/18 an der Universität Gießen und schreibt an einer Doktorarbeit zu relationalen Subjektivitäten im Tanz.

Foto: Gerco De Vroeg

Vincent Colomes

Vincent Colomes wurde in Paris geboren. 1995 schloss er sein Ballettstudium am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse Paris ab und tanzte bis 2013 in verschiedenen Kompanien, darunter das Ballet Victor Ullate, das Ballet National de Marseille Roland Petit, Introdans, das Ballet Gulbenkian, Metros Ramon Oller und die Tanzplattform EGPC/ICK Amsterdam von Emio Greco und Pieter C. Scholten. Seit 2013 studiert und praktiziert er Flamenco. Er unterrichtet Improvisation, Double Skin Double Mind (DSDM) und klassisches Ballett und arbeitet in verschiedenen künstlerischen Kooperationen und Gemeinschaftsprojekten.

Foto: École des Sables

École des Sables, Toubab Dialaw

Als internationales Zentrum für traditionellen und zeitgenössischen Tanz in Afrika ist die École des Sables im Senegal einerseits eine Ausbildungsstätte, an der Tanzpraxis und -theorie gelehrt und erforscht werden, anderseits ein Ort für Begegnung, Austausch, Tagungen und Residenzen von Künstlerinnen und Künstlern. 1998 von Germaine Acogny und ihrem Ehemann Helmut Vogt gegründet, organisiert die École des Sables regelmäßig professionelle Trainings, in denen Tänzerinnen und Tänzer und Choreographinnen und Choreographen aus ganz Afrika, der afrikanischen Diaspora und anderen Gebieten der Welt zusammenkommen. In den Räumlichkeiten der Schule befinden sich zwei große Tanzstudios, von denen eines mit einem Sandboden, das andere mit einem professionellen westlichen Tanzboden ausgestattet ist. Weiterhin verfügt die Schule über einen Mehrzweckraum, der für Seminare, Tagungen, Tanzunterricht und künstlerische Projekte genutzt werden kann. Bis zu 72 Personen können in den insgesamt 24 Bungalows untergebracht werden, die in drei „Dörfer“ unterteilt sind. Die École des Sables befindet sich in der Nähe des senegalesischen Küstendorfes Toubab Dialaw, 50 Kilometer südlich von der Hauptstadt Dakar. > MEHR

Foto: Heike Kandalowski

Folkwang Universität der Künste, Essen

Die Folkwang Universität der Künste vereint seit 1927 die verschiedensten Kunstrichtungen und -disziplinen. Sie ist die zentrale Ausbildungsstätte für Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft. Studieren an Folkwang bedeutet Studieren an besonderen Orten. Mit Campus und Veranstaltungsorten in Essen, Duisburg, Bochum und Dortmund ist Folkwang fest in der Metropole Ruhr verankert. Folkwang bietet rund 40 Studiengänge und -programme an. Die meisten mit den international anerkannten Abschlüssen Bachelor, Master und Artist Diploma. Es gibt auch Promotions- und Habilitationsprogramme sowie verschiedene Weiterbildungsprogramme. Die rund 1.600 Studierenden kommen aus nahezu allen Ländern der Welt. Ihnen stehen über 400 internationale Lehrende zur Seite. Neben einer exzellenten Ausbildung haben sie immer das zentrale Element der Folkwang Universität der Künste im Blick: Die spartenübergreifende Zusammenarbeit der einzelnen Disziplinen, die Vielfalt aller Hochschulmitglieder und den aktiven Austausch untereinander. > Weitere Informationen

Foto: Ziegler

Jara Serrano Gonzalez

Jara Serrano Gonzalez studierte von 1994 bis 2002 klassisches Ballett an der Ballettschule Victor Ullate in Madrid. Danach absolvierte sie ihr Studium im zeitgenössischen Tanz an der Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten (2002-06). In den letzten zwei Jahren hat sie sich ihrer Tanzmethodologie „I.S.B.Tanz“ sowie „Kindertanz und kreative Bewegung“ gewidmet. Aktuell studiert sie am HZT Berlin den Masterstudiengang „Choreographie“.