Teilnehmende H-Q

Foto: Andreas Reeg

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

Der Ausbildungsbereich Zeitgenössischer und Klassischer Tanz – ZuKT der HfMDK Frankfurt am Main ist im Fachbereich 3 Darstellende Kunst angesiedelt und beinhaltet die Studiengänge BAtanz, MA CoDE – Master Contemporary Dance Education und MA CuP – Master Choreographie und Performance. Die Förderung des Zeitgenössischen Kunstschaffens ist eine der Kernaussagen im Leitbild der HfMDK Frankfurt am Main. Das spiegelt sich auch im Profil der Studiengangs BAtanz wider. Ziel ist die Ausbildung und individuelle Förderung von kreativen, ausdrucksstarken Tänzerpersönlichkeiten, die über ein großes tanztechnisches Spektrum sowohl im klassischen als auch im zeitgenössischen Bereich verfügen und ihre Qualitäten souverän einsetzen können. Sie haben Fähigkeiten entwickelt künstlerische Arbeitsprozesse kreativ mitzugestalten und sind in der Lage über sich und die Kunstform Tanz im interdisziplinären wie im historischen und gesellschaftlichen Kontext zu reflektieren. Im Verlauf des Studiums werden die Studierenden ermutigt und unterstützt soziales und politisches Engagement zu entwickeln, sich selbstbewusst und verantwortlich in Gruppen einzubringen und Gruppenprozesse positiv mitzugestalten. > MEHR

 

Foto: Bettina Stöß

Nik Haffner

Nik Hafner ist seit 2012 künstlerischer Direktor des HZT Berlin, an dem er schon seit 2008 lehrt. Als Tänzer und Choreograf realisiert Nik Haffner Projekte, die meist in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen (u.a. Christina Ciupke und Mart Kangro) entstehen. Sein Interesse an Kollaboration und interdisziplinärem Austausch setzt er auch in Vermittlungs- und Ausbildungsprojekten um. Als Gastdozent arbeitete er u.a. für PARTS Brüssel und Trinity Laban sowie als Mentor u.a. im Residenzprogramm von K3 Hamburg und im Projektensemble des tanzlabor 21 in Frankfurt/Main. Nach seinem Tanzstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt und an der Australian Ballet School Melbourne, kam Nik Haffner 1994 als Tänzer zu William Forsythe und dem Ballett Frankfurt. Er entwickelte 1994-1999 die digitale Publikation „Improvisation Technologies“ und arbeitete 2012-13 mit Jonathan Burrows und Matteo Fargion am Online Score ‚Seven Duets’ für die Plattform MotionBank.org. Nik Haffner ist Mitglied des Beirats für den Tanzkongress Deutschland und 1. Sprecher der AK/T Ausbildungskonferenz Tanz Deutschland.

Foto: Jesse Johnson

Dieter Heitkamp

Dieter Heitkamp ist Professor für Zeitgenössischen Tanz an der HfMDK Frankfurt am Main und Direktor des Ausbildungsbereiches ZuKT (Zeitgenössischer und Klassischer Tanz). Von 2007 – 2014 war er einer der Sprecher der AK|T und von 2006 – 2015 im Leitungsteam von Tanzlabor_21 tätig. Er war Gründungs- und Kollektivmitglied der Tanzfabrik Berlin und bis 1995 einer ihrer künstlerischen Leiter. Seine Choreografien wurden in Deutschland, Europa, den USA, Japan, Hongkong und Brasilien gezeigt. Seit 40 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Studium, Lehre, Dokumentation und Performance von Contact Improvisation.

Foto:Ann-Mareike Hess

Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin

Die Besonderheit der drei Studiengänge BA „Tanz, Kontext, Choreographie” MA „Solo/Dance/Authorship“ und MA „Choreographie” am HZT Berlin ist die enge Verbindung von akademischer Ausbildung und professioneller künstlerischer Praxis; die Studiengänge sind experimentell ausgerichtet und verknüpfen künstlerische Lehre, wissenschaftliche Grundlagenvermittlung sowie berufspraktische Begleitung. Sie reagieren auf den Wandel zeitgenössischer Kunstproduktion und verhandeln kreativ und kritisch, was Tanz, Performance, Choreografie als Kunstformen in den heutigen Gesellschaften sind und sein können. Das HZT  Berlin ist in erster Linie in den Uferstudios in Berlin Wedding lokalisiert, die Ausbildung, künstlerische Produktion und Information unter einem Dach versammeln und dadurch den Austausch von Künstlern, Studierenden und Publikum befördern. Das Hochschulübergreifende Zentrum Tanz Berlin wird getragen durch die Universität der Künste Berlin (UdK) und die Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch“ (HfS) in Kooperation mit TanzRaumBerlin, einem Netzwerk der professionellen Tanzszene Berlins. > MEHR

Foto: privat

Olaf Höfer

Olaf Höfer begann seine Ausbildung zum Bühnentänzer im Jahr 1964 an der Staatlichen Ballettschule Berlin. Nach Abschluss seines Studiums im Jahr 1971 erhielt er ein Engagement am Theater Stralsund. Später wechselte er zum Erich-Weinert-Ensemble, wo er viele Jahre als Solist tanzte. In dieser Zeit war er auch als Solotänzer unter Tom Schilling an der Komischen Oper Berlin tätig. Bereits vor Ende seiner aktiven Laufbahn als Tänzer im Jahr 1986 begann er seine Lehrtätigkeit an der Stattlichen Ballettschule Berlin, die er bis heute fortsetzt. Ab 1990 arbeitete er zusätzlich als Trainingsmeister für das Ballett des Friedrichstadtpalasts und das Fernsehballett des MDR. Er hat viele Kolleg*innen und Studierende erfolgreich auf Wettbewerbe und Aufnahmeprüfungen vorbereitet. Seit 1992 leitet er das Austauschprogramm zwischen der Ballet West Academy der University of Utah und der Staatlichen Ballettschule, in dessen Rahmen er nicht nur die amerikanischen Studierenden, sondern auch die Tänzer*innen der Kompanie Ballet West II in Salt Lake City unterrichtet. Mehrere Jahre lang war er zudem Dozent im Sommerprogramm der Ballet West Academy.

Foto: Darya Fedorova

Kira Maria Kirsch

Kira Maria Kirsch ist Bewegungskünstlerin und lebt mit ihrer Familie in den Lake Studios in Berlin. Sie forscht an der Erschaffung, Hinterfragung und Verbesserung von Möglichkeiten des Geist-Körper-Bewegung-Kontinuums. Sie ist Pionierin, Forscherin und Lehrerin der Axis Syllabus (AS) Methode, Co-Organisatorin des Nomadic College bei Earthdance, leitet Lehrer*innen-Fortbildungen und gründete eine Plattform für Forschung in der Bay Area, Kalifornien. International unterrichtet sie auf zahlreichen Kontakt Festivals und zeitgenössischen Tanzfestivals. Seit 2014 ist Kira Maria Kirsch zudem Kuratorin und Gründerin des SENSING IN dance festival – eine Initiative in Berlin rund um Axis Syllabus, somatische und zeitgenössische Techniken und Improvisation.

Foto: Robin Junicke

Florian Malzacher

Florian Malzacher ist freier Kurator, Autor und Dramaturg. 2006 – 2012 war er Leitender Dramaturg/Kurator des Festivals steirischer herbst (Graz/Österreich), 2013 – 2017 Künstlerischer Leiter des Impulse Theater Festivals (Köln, Düsseldorf, Mülheim/Ruhr). Er ist Kurator zahlreicher Projekte im In- und Ausland sowie Autor bzw. Herausgeber von Büchern zu zeitgenössischem Theater und der Frage des Kuratierens in den performativen Künsten. Florian Malzacher lebt in Berlin.

Foto: privat

Jennifer Mann

Jennifer Mann studierte Tanz an der University of the Arts in Philadelphia. Seit ihrem Abschluss (BFA) arbeitet sie als Tänzerin, Choreographin und Dozentin für modernen und zeitgenössischen Tanz, Improvisation und Yoga. Jennifer Mann unterrichtet in verschiedenen Kompanien und auf Festivals in ganz Europa und in Asien. Sie ist Dozentin bei DANCEWORKS Berlin und bietet regelmäßig ein Profitraining am Marameo Berlin an, wo sie als Vorstandsmitglied auch organisatorische Tätigkeiten übernimmt. An der Yoga-Akademie Berlin studierte sie bei Yogacharya Ananda Leone. Sie ist zertifiziertes Mitglied des BDY und der Europäischen Yoga-Union (EYU).

Foto: Hamdy Reda

Karima Mansour

Karima Mansour ist Gründerin und künstlerische Leiterin des Cairo Contemporary Dance Center und darüber hinaus national und international als Choreographin, Performerin und Dozentin tätig. So leitet sie einerseits namhafte Tanzinstitutionen, entwickelt aber andererseits kontinuierlich ihr eigenes choreographisches Werk und ihre künstlerische Sprache als Performerin weiter. Nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Filmstudium am High Institut of Cinema der Kunstakademie Kairo, absolvierte sie einen Bachelor und einen Master in Zeitgenössischem Taz an der London Contemporary Dance School. Kurz nach ihrer Rückkehr nach Ägypten im Jahr 1999 gründete sie die erste unabhängige Tanzkompanie des Landes, die MAAT for Contemporary Dance. Weiterhin ist Karima die Gründerin der Initiative MAAT Dance M.E.C.A (MAAT Movement for Egyptian Contemporary Art).

Foto: privat

Tong Mao

Tong Mao begleitet als Bloggerin das Programm „Next Generation“ der Biennale Tanzausbildung. Sie bloggte zuvor schon für das Tanztreffen der Jugend, einem Bundeswettbewerb der Berliner Festspiele. Wenn sie nicht gerade über Theater und Tanz bloggt, beschäftigt sie sich mit politischer Philosophie.

Oliver Marchart

Dr. Oliver Marchart ist Professor am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind Politische Philosophie, Sozialtheorie, Postmarxismus, Poststrukturalismus, Soziale Bewegungsforschung, Prekarisierungsforschung und politische Diskursanalyse. Er studierte Philosophie an der Universität Wien und politische Theorie und Diskursanalyse an der University of Essex bei Ernesto Laclau. Er promovierte 1999 in Philosophie an der Universität Wien und 2003 bei Ernesto Laclau über „Politics and the Political. An Inquiry into Post-Foundational Political Thought“.

Foto: Christopher Matt

Christopher Matt

Christopher Matt arbeitet seit 1995 als Ballettlehrer für verschiedene Kompanien und Ausbildungsschulen in Europa und den USA. Er unterrichtet u.a. regelmäßig die Tänzerinnen und Tänzer des Alvin Ailey American Dance Theater, die Ballets de Trockadero, die Kompanie des Tiroler Landestheaters sowie das DANCE ON Ensemble in Berlin. Er erhielt seine tänzerische Ausbildung an der Académie Chaptal (Paris) bei Nora Kiss, an der Académie d’art Chorégraphique (Paris) bei Raymond Franchetti und am Stuttgarter Ballett. Er arbeitete u. a. mit Pierre Lacotte, Rosella Hightower, Niro Yoshida und David Howard. Er tanzte im Ballett der Komischen Oper, der Oper Bonn und am Slowenischen Nationalballett. Als Gast war er u. a. an der Staatsoper Berlin, der Deutschen Oper Berlin, am Cirque d’Hiver (Paris) und an der Pariser Oper verpflichtet.

Foto: Fernando Marcos

Aymeric Mosselmans

Aymeric Mosselmans wurde im französischen Lesquin geboren. Im Alter von zwölf Jahren begann er mit dem Tanzunterricht an der nationalen Ballettschule von Marseille unter der Leitung von Roland Petit und setzte seine Ausbildung später an der École Supérieure de Danse Rosella Hightower in Cannes fort. Nach seinem Abschluss tanzte er zunächst im Junior Ballet Cannes, anschließend für das Ballet National De Nancy (bei Pierre Lacotte), für das City Ballet Of London (unter Harold King) und am Ballett der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf (unter Youri Vamos). Im Jahr 2004 brachte ihn Vladimir Malakhov ins Ensemble des Berliner Staatsballetts, wo er heute als Solist unter der Leitung von Nacho Duato arbeitet. In seinem Repertoire befinden sich Choreographien von Pierre Lacotte, Roland Petit, Hans van Manen, Robert North, Youri Vamos, Uwe Scholz, John Neumeier, Jiri Kylian, Angelin Preljocaj, Vladimir Malakhov, Maurice Béjart, Patrice Bart, Alexei Ratmansky, Jerome Robbins, George Balanchine, Frederick Ashton, John Cranko, Kenneth Mcmillan, Mauro Bigonzetti, Giorgio Madia, Nacho Duato und vielen anderen.
Seit 2017 unterrichtet Aymeric Mosselmans häufig das Opernballett der Deutschen Oper und das Staatsballett Berlin.

Foto: Peg Skorpinski

Chrysa Parkinson

Chrysa Parkinson leitet den Master of Fine Arts „New Performative Practices“ an der Tanzhochschule Doch/Uniarts und hat einen Lehrstuhl an der Stockholm University of the Arts inne. In ihrer künstlerischen Forschung konzentriert sie sich auf die praktische Autorschaft des Performers. Sie hat viele Jahre in New York gelebt und ist unter anderem zusammen mit Tere O’Connor Dance, Irene Hultman, Mia Lawrence, Jennifer Monson und Mark Dendy aufgetreten. 2000 reiste sie erstmalig nach Belgien, um dort gemeinsam mit Zoo/Thomas Hauert und David Zambrano im Bereich der improvisierten Performance zu arbeiten. Sie lehrte in den USA, in Europa und Australien und hat seit 1998 jährlich einen Lehrauftrag bei P.A.R.T.S inne. Ihre Arbeit wurde mit dem Bessie Award for Performance ausgezeichnet. Ihre Filme und Bücher wurden international verlegt und verkauft.
2015 schuf sie die multimediale Sammlung The Dancer as Agent Collection, die online unter Oralsite.be verfügbar ist.

Foto: www.etitov.com

Peter Pleyer

Peter Pleyer studierte Tanz am European Dance Development Center (EDDC) der Kunsthochschule Arnheim. Er arbeitete als Tänzer und choreografischer Assistent mit Yoshiko Chuma und Mark Tompkins. In den Niederlanden choreografierte er seine eigenen Stücke (Teilnahme am Choreografen-Wettbewerb Groningen). Seit 2000 lebt er in Berlin wo er u.a. mit Martin Nachbar, Alex B. und Felix Ruckert zusammenarbeitete. Sein Interesse liegt dabei auf neuen Methoden des Tanztrainings und der Komposition, wobei Improvisation eine wichtige Rolle spielt. 2005 entwickelte er seine Lecture Performance „Choreographing Books“ über seine Sicht der Entwicklung der Tanzwissenschaften in Europa und den USA
Seinen Workshop „History in Practice“ unterrichtete er u.a. bei P.O.R.C.H.- Stolzenhagen, beim MA für Choreografie ArtEZ in Arnheim, am HZT-Berlin und im Tanzquartier Wien. Mit seinem Solo „Ponderosa Trilogy“ und dem Quartett/internationales Improvisations Format „Visible Undercurrent“ (u.a. mit Meg Stuart und Sasha Waltz) nahm er 2014 seine choreografische Arbeit erfolgreich wieder auf. Im November 2017 entstand seine choreographische Gruppen-arbeit „cranky bodies dance reset“ für die Sophiensaele Berlin. Peter ist ein regelmäßiger Gastdozent für Anatomical Release und Contact Improvisation für Meg Stuart/Damaged Goods und war im Wintersemester 2015/2016 Gastprofessor an der UdK/HZT Berlin.

Foto: Simone Steiner

Thomas Plischke

Thomas Plischke ist Professor am HZT Berlin im Bachelorstudiengang „Tanzt, Kontext, Choreographie“. Er wurde in Aschaffenburg geboren und arbeitet seit seinem Abschluss 1998 an den Performing Arts Research and Training Studios (P.A.R.T.S.) in Brüssel als Choreograf. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet und international gezeigt. Seit 2001 arbeitet er kontinuierlich mit Dr. Kattrin Deufert als Künstlerzwilling deufert&plischke zusammen. Theater als soziale Situation – von der gemeinsamen Probe bis hin zur Aufführung – ist der Motor der choreographischen Form und des künstlerischen Ausdrucks von deufert&plischke. Ihre Arbeiten schreiben sich kollektiv: von der ersten Zusammenarbeit Directory: Europe Endless (2002), in der die fiktive Biografie des Künstlerzwillings entstand, bis zur Zusammenarbeit mit über 20 beteiligten Künstlerinnen und Künstlern entstandenen Arbeit 24h DURCHEINANDER (2015). Dazwischen finden sich Arbeitsserien (die Anarchive I-III, die Entropischen Institute und Emergence Rooms), in denen deufert&plischke ihr Modell eines neuen epischen Theaters entwickeln.