Teilnehmende R-Z

Foto: Sven Hagolani

Ingo Reulecke

Ingo Reulecke ist Professor am HZT Berlin im Musterstudiengang Choreographie. Nach einer zeitgenössischen Tanzausbildung studierte er Choreographie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Seine Choreographien wurden mehrfach ausgezeichnet und zu zahlreichen Festivals im In- und Ausland geladen, u.a. die Produktion „EKLIPSE“ 1998 zur deutschen Tanzplattform in München und zum internationalen Choreographie Wettbewerb nach Bagnolet/Frankreich. Mit einem DAAD Jahresstipendium ging er 1998 nach NYC. Das Stück „diminuendo 2“ erhielt 2006 den 1. Preis im VorOrt Festival in Münster. Für das Stück „unsere tage wie schatten“ arbeitete er mit Lukas Matthaei fürs FFT Düsseldorf zusammen. 2008 übernimmt Ingo Reulecke die künstlerische Leitung der TMA im Rahmen des Kunstfestes Weimar. 2009 arbeitet er erneut mit Lukas Matthaei für „2109“ zusammen und mit Ayat Nafaji für „Lady Tehran“. Seit 2006 ist Ingo Reulecke Leiter der Abteilung Tanz an der Hochschule für Schauspielkunst.

Foto: zenna.de

David Russo

David N. Russo ist Dozent für Klassischen und Zeitgenössischen Tanz an der Ballettakademie der Hochschule für Musik und Theater München. Seit 2013 ist er Mitglied des Kollektivs satellit produktion. Ausgebildet an der John Cranko Schule in Stuttgart war er Solotänzer am Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken und am Staatstheater am Gärtnerplatz bei Philip Taylor. Er choreographiert eigene Stücke für die Birgit Keil Stiftung, das Ballet Philippines und das Ulmer Ballett Ensemble, organisiert Veranstaltungen in der Freien Szene München und kooperiert mit Künstlern wie Jasmine Morand von Prototype Status oder Nina Radelfahr. https://david-russo.com/

Vera Sander

Vera Sander

Vera Sander ist Leiterin des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz und Professorin für zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Sie lehrt u.a. zeitgenössischen Tanz, Choreografie und Aufführungspraxis. Neben ihrer akademischen Tätigkeit ist sie als Choreografin tätig. Sie tanzte u.a. beim Tanzforum Köln, bei Dansgroep Krisztina de Chatel, Itzik Galili und an der Sächsischen Staatsoper Dresden. Vera Sander gründete 1997 das zeitgenössische Tanzensemble VeraSanderArtConnects. Vera Sander wurde für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet u.a. beim Choreographischen Wettbewerb `dialoog cultuur / NL-NRW` und dem Dt. Videotanzpreis. Sie war an dem von tanzplan deutschland initiierten Forschungsprojekt „Tanztechniken 2010“ beteiligt und befasst sich mit der Einrichtung und Erarbeitung von Studiengängen und Veranstaltungsformaten im Bereich Tanz.

Foto: Diego Agulló

Sheena McGrandles und Diego Agulló

Documentary
Im Laufe der Biennale Tanzausbildung bieten Sheena und Diego eine Reihe von Formaten an, die schließlich in einer Online-Videodokumentation zusammengeführt werden. Diese Formate sollen die Begegnung und den Austausch zwischen den Teilnehmenden der Biennale fördern, eine offene Reflexion zum Thema Politik und Tanz anregen und danach fragen, wie wir im Alltag politisch handeln.


Die 1984 in Nordirland geborene Tänzerin, Choreographin und Kuratorin Sheena McGrandles absolvierte zunächst einen Bachelor am Laban Center in London, dann den Masterstudiengang Solo / Dance / Authorship am HZT Berlin. Heute ist sie künstlerische Leiterin des Argora Collective Berlin und zeichnet dort für die Plattform für Tanz und Performance MOVE verantwortlich.

Diego Agulló wurde 1980 in Madrid geboren und arbeitet heute als unabhängiger Forscher und Künstler in den Bereichen zeitgenössischer Tanz und Performance. In seiner Forschung interessiert er sich insbesondere für die Affinität von Körper und Ereignis.

Diana Shepherd

Diana Shepherd stammt aus Illinois in den USA und ist Bewegungskünstlerin. Ihr Grundstudium absolvierte sie an der University of Illinois at Urbana Champaign. Dort arbeitete Diana Shepherd mit Choreograph*innen wie Kristie Simson und Tere O’Conner zusammen und zeigte ihre Abschlussarbeit mit dem Titel „Selfs“. Zweimal nahm Diana Shepherd aktiv und als Assistentin am Residenzproramm „Art Oasis“ der International University Global Theater Experience in Italien und Österreich teil. Seit acht Jahren unterrichtet Diana Shepherd Tanz und hat kürzlich ihre eigene Kindertanzschule im Studio K77 in Berlin eröffnet. Um sich dem Berliner Publikum vorzustellen, zeigte Diana Shepherd ihre Solochoreographie „Bodies (2nd Part)“ im Showcase 10 Times 6 am Studio ada. Zur Zeit lebt und arbeitet sie in Berlin und entwickelt dort ihre choreographische Auseinandersetzung mit internationalen Körpern und deren Interaktion mit der sie umgebenden und einschränkenden Gesellschaft weiter.
Bei der Biennale 2018 ist sie Kirstie Simons „assistierende Teilnehmerin“.

Foto: Harry Jordan

Kirstie Simson

Seit Jahren bereichert und begeistert Kirstie Simson (UK) die zeitgenössische Tanzszene mit ihren virtuosen Improvisationen, die dem Publikum in jeder einzelnen Sekunde die volle Lebendigkeit des schöpferischen Akts nahebringen. Die New York Times nannte die mehrfach preisgekrönte Tänzerin und Tanzdozentin “eine Naturgewalt”. Für das Time Out Magazine London hat Kristie Simson „den Neuen Tanz maßgeblich bereichert“. Heute wird sie als herausragende Lehrerin, mitreißende Performerin und führende Größe auf dem Feld der Tanzimprovisation geschätzt. Sie lehrt an der University of Illinois und setzt parallel ihre Lehr- und Auftrittstätigkeit in der ganzen Welt fort.

Foto: Martin Sonderkamp

Martin Sonderkamp

Martin Sonderkamp lebt und arbeitet in Berlin und Stockholm. Seine choreographische Arbeit bewegt sich genre- und stilübergreifend zwischen Tanz, bildender Kunst und Musik und umfasst Formen partizipatorischer Choreographie, multimediale Installationen und Partituren für Stegreifperformances. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören Sonic Extensions (2017), Approximations (2015), Task 14 (2014), Rewired (2013) und Social Movement (2012). Zurzeit lehrt er an der Stockholm University of the Arts/Doch – School for Dance and Circus. Von 2011 bis 2015 war er Professor und Ko-Direktor des Masterstudiengangs Dance Dissemination am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Foto: Norbert Mörchen

Dino Spiri

Dino Spiri studierte Jazz & Pop mit dem Hauptinstrument Schlagzeug in den Niederlanden. Sein Studium ergänzte er mit einer Ausbildung zum Lehrer der Alexander-Technik in Berlin. Seit 2013 unterrichtet er als zertifizierter Lehrer. In der freien Tanz- und Theaterszene arbeitet Dino seit 2012 im Produktionsmanagement, u.a. für Sasha Waltz & Guests, Martin Nachbar, Shakespeare Company Berlin, Tanzkongress Hannover.

Foto: Karl Francis

Robert Ssempijja

Der senegalesische Tänzer und Tanzforscher Robert Ssempijja ist in verschiedenen Bereichen des zeitgenössischen Tanzes tätig und konnte im Laufe seiner Karriere Erfahrungen in klassischen und unkonventionellen Kontexten sammeln. Er hat auf insgesamt drei Kontinenten mit mehr als 50 verschiedenen Tanzkompanien und Choreographen zusammengearbeitet. In seiner Arbeit kombiniert er den traditionellen Tanz seines Heimatlandes mit Breakdance-Elementen und Techniken aus dem zeitgenössischen Tanz. Außerdem beherrscht er Tanztechniken aus Burkina Faso und hat kürzlich seine Tanzausbildung an der École des Sables im Senegal abgeschlossen. Die Initiative Dance Revolution East Africa wurde von ihm ins Leben gerufen.

Foto: Konrad Hirsch

Staatliche Ballettschule Berlin

Die Staatliche Ballettschule Berlin gehört zu den führenden Ausbildungsinstitutionen für professionellen Bühnentanz. Studierende und Lehrende aus der gesamten Bundesrepublik und aus über 25 weiteren Nationen begegnen hier einander achtungsvoll, um miteinander die Weltsprache des Tanzes täglich weiter zu perfektionieren und so zu künstlerischer Meisterschaft und technischer Virtuosität, tänzerischer Kreativität und darstellerischer Reife zu gelangen. Ein pädagogisches Konzept, das den Wechsel von künstlerisch-praktischen und allgemeinbildenden Fächern erfolgreich realisiert, ermöglicht den jungen Studierenden, sowohl den „Bachelor of Arts“ als auch das Abitur zu erlangen. Der gemeinsam mit der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin angebotene Bachelor-Studiengang Bühnentanz ist in Deutschland einmalig. Seit 2017 gibt es das Landesjugendballett Berlin an der Staatlichen Ballettschule Berlin. Es tritt als Jugendbotschafter Berlins im nationalen und internationalen Rahmen auf. > MEHR

Foto: Valentin Fanel

Andrea Tallis

Andrea Tallis ist Professorin für klassischen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK). In Los Angeles geboren studierte sie verschiedene Tanzstile und war früh beeinflusst von Irina Kosmovska, John Clifford und Melissa Hayden. Sie arbeitete als Solistin bei Makarova and Company und beim Los Angeles Ballet. Andrea kam 1983 ans Ballett Frankfurt unter Egon Madsen und arbeitete hier von 1984-1999 bei William Forsythe. Zusammen mit William Forsythe arbeitete sie intensiv an der Entwicklung von Stücken und Konzepten. Andrea unterrichtet klassisches Ballett, Komposition und Improvisation, arbeitet als Chorgeographie-Assistentin, Ballettmeisterin und Repetitorin.

Foto: Martin Rottenkolber

Stephanie Thiersch

Stephanie Thiersch studierte Tanz, Geisteswissenschaften (M.A.) und später Medienkunst mit der Performancekünstlerin Valie Export an der KHM in Köln. Mit ihrer 2000 gegründeten Kompanie MOUVOIR entwickelte sie über 50 Bühnenstücke, Filme und Installationen, die national und international in maßgebenden Festivals und Theaterhäusern gastieren und mehrfach ausgezeichnet wurden. Thiersch war Gastprofessorin u.a. am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und lehrte an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Mit dem Ensemblenetzwerk Freihandelszone ist sie seit 2006 Künstlerische Leiterin des Festivals GLOBALIZE:COLOGNE. 2016 realisierte sie den City Dance Köln nach Anna Halprin, einen Tanzparkour mit über 600 Akteuren und 10.000 mitwirkenden BürgerInnen als politisch motivierte Kunst-Manifestation quer durch den Kölner Stadtraum.

Foto: Bettina Stöß

Thomas Thorausch

Thomas Thorausch ist Stellvertretender Leiter des Deutschen Tanzarchivs Köln. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft, Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft und Amerikanistik an der Freien Universität Berlin Tätigkeit als Regieassistent und Dramaturg in Essen, Köln und Regensburg sowie bei diversen Freien Theaterproduktionen in Nordrhein-Westfalen. Daneben war er als wissenschaftlicher Projektmitarbeiter für die Deutsche Akademie des Tanzes, das Deutsche Tanzarchiv Köln sowie für das Historische Archiv der Stadt Köln tätig. Seit 1996 ist er stellvertretender Leiter des Deutschen Tanzarchivs Köln.

 

Susanne Triebel

Susanne Triebel ist seit 2011 Assistentin im Ausbildungsbereich Zeitgenössischer und Klassischer Tanz ZuKT und Koordinatorin des international ausgerichteten Masterstudiengang Contemporary Dance Education MA CoDE. Ihre Tanzausbildung erhielt sie an der John Cranko Schule in Stuttgart und der Rheinischen Musikhochschule in Köln. 2009 schloss sie den MA Contemporary Dance Education an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main ab. Zwischen ihrem Diplomabschluss und dem Masterstudium tanzte sie mehrere Jahre an den Städtischen Bühnen Münster, dem Staatstheater Mainz, am Staatstheater Darmstadt, am Tanztheater Gießen. Seit 2012 unterrichtet sie im BAtanz Management und betreut im MA CoDE Projekte und Lehrproben.
Susanne Triebe ist aktuell Mitglied der AKT-Sprechergruppe.

Foto: Bill Cannon
Foto: Bill Cannon

University of the Arts School of Dance, Philadelphia

Das Grundstudium (Bachelor of Fine Arts) der University of the Arts School of Dance Philadelphia steht einer disziplinarisch organisierten Tanzhochschule in Sachen fachlicher Präzision und Konsequenz in nichts nach, bindet darüber hinaus aber die Studierenden in einen offenen Dialog über die eigene Praxis ein und schätzt die studentischen Standpunkte als Katalysatoren neuer und kritischer Perspektiven. Diese partizipatorische Ausrichtung bewahrt die Möglichkeit eigener Lernwege und erlaubt es den Studierenden, auf vielfältige Weise zu ergründen, was sie studieren wollen, wie sie ihre Praxis gestalten möchten und wie sie in einen Forschungsprozess einsteigen können, der zu Kooperation, Austausch und Differenz einlädt. 2018 wurde zusätzlich zum Grundstudium ein neuer international ausgerichteter Masterstudiengang (Master of Fine Arts) ins Leben gerufen. > MEHR

Julian Warner

Julian Warner studierte Theaterwissenschaft, amerikanische Literaturgeschichte und Ethnologie an der LMU München. Seine erste künstlerische Forschung fand im Bereich Futurologie für das „Brand Fiction Space“ Projekt der Audi AG statt. Er kuratierte Workshops, Performances und Stadtteilprojekte für das Lothringer13 Kunstareal der Stadt München sowie Vortragsreihen in der Favorit Bar. Seit Oktober 2015 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturanthropologie der Universität Göttingen. Seine Schwerpunkte sind Black Diaspora Studies, Rassismus- und Popkulturforschung. Er ist zudem als „Fehler Kuti“ Teil der Experimental-Band 1115 (Alien Transistor). Seit 2015 arbeitet er zusammen mit Hannah Saar und Oliver Zahn in der künstlerischen Forschungsgesellschaft HAUPTAKTION.

HAUPTAKTION ist eine künstlerische Forschungsgesellschaft um die Produzentin Hannah Saar, den Kulturanthropologen Julian Warner und den Theatermacher Oliver Zahn. HAUPTAKTION beforscht theatrale Praxen ethnografisch, archivbasiert und im verkörpernden Selbstversuch und veröffentlicht Texte, Theater, Vorträge. Bisher entstandene Theaterarbeiten sind unter anderem SITUATION MIT AUSGESTRECKTEM ARM (über die Kulturgeschichte der „Hitlergruß“-Geste) und SITUATION MIT DOPPELGÄNGER (über Minstrel Shows, kulturelle Aneignung und Imitation). Diese Arbeiten verstehen sich als theatrale Essays zwischen Choreografie und historischer Studie und werden international präsentiert. Der Name HAUPTAKTION ist der Praxis der deutschsprachigen Wanderbühnen entnommen. >MEHR

Foto: Tjin Gwan Photography

Heidi Weiss

Heidi Weiss war von 2004 bis 2007 Professorin an der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden. Heute unterrichtet sie an der Tanzakademie balance 1 und am Tanzhaus KARI in Kempten. Sie unterrichtet Profitraining bei Marameo Berlin, am Tanzhaus NRW in Düsseldorf und am K3 in Hamburg. Sie war Artist in Residence an der Virginia Commonwealth University (USA), am Duncan Konservatorium in Prag, an der London Contemporary Dance School The Place, an der SEAD Salzburg und bei Danceworx in Neu Delhi. Sie trainierte professionelle Kompanien wie Sasha Waltz & Guests oder DV8. Von 1992 bis 1996 tanzte und choreographierte sie für die in Philadelphia ansässige Kompanie Group Motion. 1997 zog sie nach Deutschland und gründete zusammen mit Jennifer Mann die Kompanie Zen-in-the-Basement mit der sie auch die Weiss-Mann-Technik entwickelte und in in Workshops und an Universitäten unterrichtet.

Foto: Company Christoph Winkler

Christoph Winkler

Christoph Winklers Choreographien umfassen ein weites Spektrum von Formaten, die von von persönlichen bis hin zu politischen Themen reichen. Geboren wurde er in Torgau in der ehemaligen DDR und war als Jugendlicher zunächst mehrfach Spartakiadesieger im Gewichtheben und Judo, trainierte außerdem Kampfsport und Breakdance, bevor er zur Ausbildung an die Staatliche Ballettschule Berlin ging. Danach studierte er Choreografie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch und gründete Klangkrieg Produktionen, eine Plattform für experimentelle Musik. Seit 1998 arbeitet er freischaffend in Berlin. Mit seinen Arbeiten schafft er es immer wieder Themen zu finden, die ganz innerhalb seiner Kunstform stehen, aber darüber hinaus auch auf momentan in der Gesellschaft stattfindende Diskurse hinweisen.

Foto: Diethild Meier

Britta Wirthmüller

Britta Wirthmüller ist Choreographin und Tänzerin und lehrt als Künstlerische Mitarbeiterin am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz (HZT) Berlin. Sie studierte Tanz an der Palucca Schule Dresden und erhielt ihren MA in „Performance Studies“ von der Universität Hamburg. Im Fokus ihrer Arbeit steht das, was normaler Weise unsichtbar bleibt: Z. B. Körper, denen es an sozialer Sichtbarkeit mangelt (Zyklus „Antibodies“, in Kollaboration mit Petra Zanki), Jean Weidts vergessene Tänze („Physical Encounters) oder die verborgenen historischen Schichten einer Stadt („The Silent Walk“). Aktuell verfolgt sie die Projekte „Nachruf“ – eine Einladung an verschiedene Generationen von Tänzer*innen ihr eigenes Körperarchiv zu erkunden und „Das Choreographische Dorf“ – eine Untersuchung von Choreographie als erweiterter und partizipativer Praxis im ländlichen Raum.

© Matthias Heyde

Christina Wüstenhagen

Christina Wüstenhagen (*1989) arbeitet als freischaffende Tänzerin in Berlin. Sie initiiert und leitet verschiedene Tanz- und Kulturprojekte in Kooperation mit Theatern, Museen und Schulen. Ausgehend von ihrem Interesse an Tanz, Medien und dem Erforschen neuer, interaktiver Aufführungsformate, kreiert sie gemeinsam mit den Künstler*innennetzwerken »SuB Kultur e.V« und »Dreitausend e.V« interdisziplinäre, künstlerische Arbeiten. Innerhalb des Berliner Tanzkollektivs »Tangente Company« realisiert sie zeitgenössische Tanzproduktionen und Community-Dance-Projekte. Die kreative Heimat des Kollektives ist die »TanzTangente« in Berlin.

Foto: Yanai Yechiel

Dana Yahalomi

Dana Yahalomi ist seit 2011 alleinige Leiterin des Performance-Kollektivs Public Movement, das sie im Jahr 2006 gemeinsam mit Omer Krieger gründete. Als kollektiver Körper für performative Forschung erprobt und realisiert Public Movement politische Handlungen im öffentlichen Raum, gemeinschaftliche Choreographien, Formen sozialer Ordnung sowie öffentliche und geheime Rituale. 2017 zeigte Public Movement die Performance „Rescue“ in der Europäischen Kulturhauptstadt Århus. 2016 war die Gruppe mit Debriefing Session II und Choreographies of Power im Guggenheim Museum in New York zu Gast. 2015 wurde die performative Ausstellung National Collection im Tel Aviv Museum of Art präsentiert. Im gleichen Jahr veröffentlichte der Verlag Sternberg Press das von Yahalomi und Alhena Katsof verfasste Buch Solution 263: Double Agent. Public Movement stand auf der Shortlist für den Future Generation Art Prize im Pinchuk Art Center Kiew, wo die Gruppe ihre Arbeit Cross Section (2014) zeigte. In Zusammenarbeit mit dem Baltic Circle Festival und Checkpoint Helsinki entwickelte Public Movement das Großprojekt Make Arts Policy! in Helsinki (2014). Die Gruppe trat unter anderem bei der Asian Art Biennal in Taipei, beim Steirischen Herbst in Graz, bei der Berlin Biennale, der New Museum Triennale sowie der Performa in New York auf. Weiterhin zeigte sie Arbeiten bei der Gothenburg Biennale, im Van Abbemuseum Eindhoven, in der Zacheta Nationalgalerie in Warschau, im Israeli Center for Digital Art in Holon und im Theater Hebbel am Ufer Berlin.

Foto: privat

Oliver Zahn

Oliver Zahn ist Theatermacher. Er entwickelt eine Trilogie von „Situationen“, deren Stücke international erfolgreich touren. Für SITUATION MIT AUSGESTRECKTEM ARM erhält er 2015 eine Nominierung als bester Nachwuchskünstler in der Kritiker*innenumfrage der Theater Heute. Darüber hinaus entsteht 2016 „Oh wie wohl ist mir am Abend“, eine Arbeit über (post-) koloniale Erinnerungskulturen, sowie gemeinsam mit Julian Warner die Lecture Performance MINSTRELSY und diverse Publikationen. 2015 gründet er gemeinsam mit Hannah Saar und Julian Warner die künstlerische Forschungsgesellschaft HAUPTAKTION.

HAUPTAKTION ist eine künstlerische Forschungsgesellschaft um die Produzentin Hannah Saar, den Kulturanthropologen Julian Warner und den Theatermacher Oliver Zahn. HAUPTAKTION beforscht theatrale Praxen ethnografisch, archivbasiert und im verkörpernden Selbstversuch und veröffentlicht Texte, Theater, Vorträge. Bisher entstandene Theaterarbeiten sind unter anderem SITUATION MIT AUSGESTRECKTEM ARM (über die Kulturgeschichte der „Hitlergruß“-Geste) und SITUATION MIT DOPPELGÄNGER (über Minstrel Shows, kulturelle Aneignung und Imitation). Diese Arbeiten verstehen sich als theatrale Essays zwischen Choreografie und historischer Studie und werden international präsentiert. Der Name HAUPTAKTION ist der Praxis der deutschsprachigen Wanderbühnen entnommen.